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Wer’s wissen will – Facts and more

 

Was wurde dem Michaelshof genau unterstellt? Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

  1. WALDSEE

A Sachlage

    1. Eine Mülldeponie, über 50 Jahre illegal von den Sammatzer Bewohnern betrieben, wurde 2016 vom Michaelshof in einen Waldsee umgewandelt. Ein Biotop und zugleich ein Highlight für viele Besucher. Einmalig in Norddeutschland.
    2. Dieser wurde ausschließlich mit natürlichen Materialien errichtet. Zur Abdichtung dient eine Lehmschicht, die Uferböschung wurde mit hiesigen Natursteinen befestigt. Der See ist größtenteils mit heimischen Pflanzen bestückt.
    3. Der Rückbau der Mülldeponie und die Errichtung des Waldsees wurden ausschließlich privat mit Mitteln des Michaelshofs finanziert. Öffentliche Mittel wurden nicht in Anspruch genommen.
    4. Das Areal des Waldsees liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. 5/6 dieser Fläche werden im geltenden Bebauungsplan – nachweislich seit mehr als 50 Jahren – als ‹Parkanlage› benannt. Diesem Zweck wurde erst im März 2016 durch den Bau des Waldsees und seiner benachbarten Parkanlagen entsprochen. Ein übler illegaler Zustand (Mülldeponie) inmitten eines Landschaftsschutzgebietes wurde also erst vom Michaelshof seiner legalen Bestimmung (Parkanlage) zugeführt.

B ‹Zutreffende Kritik›
(Betrifft nur Punkt 1Ab)

    1. Eine Terrassierung mit heimischen Natursteinmauern wurde in unserem Bauantrag nicht vorgesehen. Sie wurde erst im Verlauf der Errichtung des Waldsees zwecks nötiger Hangbefestigung geplant und umgesetzt. Nachträglich sollte der Bauantrag ergänzt werden, da solche Mauern in Parkanlagen üblich sind. Nur 1/6 der Fläche des Waldsees sind im Bebauungsplan nicht als Parkanlage ausgewiesen. Dort wurden keine Natursteinmauern errichtet.
    2. Auch die Uferbefestigung mit Natursteinen war nicht Teil des Bauantrages, da ihre Notwendigkeit ebenfalls erst während des Baues sichtbar wurde. Für ihre nachträgliche Genehmigung gilt dasselbe wie vorstehend.
    3. Es wurde weiterhin ein Ponton am Waldsee errichtet. Ob ein Ponton als bewegliches und vom Ufer trennbares Objekt überhaupt einer Baugenehmigung bedarf, ist strittig.
    4. Es wurden einige nicht-heimische Pflanzen am Ufer des Waldsees ausgebracht, insbesondere Tulpen. Dass diese als nicht-heimisch apostrophiert werden, war uns nicht bekannt, da sie seit mehr als 300 Jahren in Europa heimisch sind.

C Unzutreffende Kritik

    1. Es wurde verbreitet, der Waldsee wäre nicht – wie gefordert – mit einer Lehmschicht, sondern mit einer Folie abgedichtet worden. Dieser haltlose Vorwurf wurde über mehrere Monate in der EJZ solange wiederholt, bis der Michaelshof vor Gericht eine Unterlassung erwirkt hatte. Wir hatten zu keiner Zeit daran gedacht, eine Folie zu verwenden.
    2. Eine weitere Kritik besagt, der Michaelshof hätte am Waldsee vermörtelte Natursteinmauern errichtet. Tatsächlich gab die Baugenehmigung das Errichten von unvermörtelten Mauern nur für die äußerste Südspitze des Waldsees (Flurstücke 65 und 66) vor. Dort wurden auch keine vermörtelten Mauern errichtet. Aus der ausdrücklichen Beschränkung der Bauerlaubnis auf Trockenmauern für die Flurstücke 65 und 66 ging hervor, dass auf dem übrigen Gelände – Flurstück 64, das 5/6 des Areals ausmacht – das Errichten vermörtelter Mauern erlaubt ist. Da Steinmauern schon immer ein Gestaltungselement von Parkanlagen darstellen, liegt dies in der Natur der Sache. Die Baugenehmigung sollte nachträglich dahingehend ergänzt werden.
    3. Ein weiterer Vorwurf lautet, bei der Beantragung der Baugenehmigung sei angegeben worden, der Waldsee solle durch Mitarbeiter der Sammatzer Initiativen sowie Kinder und Jugendliche von Peronnik genutzt werden. Tatsächlich hätten wir aber eine touristische Nutzung beabsichtigt. Als der Waldsee gebaut wurde, gab es jedoch in Sammatz kein Café und auch nur wenige auswärtige Besucher. Die Entwicklung zum touristisch interessanten Ort folgte erst später.
    4. Ein weiterer Punkt: Es wurde der Eindruck erweckt, der Michaelshof hätte im Landschaftsschutzgebiet am Waldsee 150.000 Tulpen gepflanzt, die als nicht-heimische Pflanzen dort nicht wachsen dürfen. Die Zahl 150.000 bezog sich allerdings auf das gesamte 6 ha große Gelände der Sammatzer Gärten. Im südlichen Teil des Waldseegeländes, der nicht als Parkanlage ausgewiesen ist und für den die Bepflanzung auf heimische Gewächse beschränkt ist, wurden etwa 300 Tulpen gepflanzt. 300 oder 150.000 Tulpen machen einen Unterschied. Auch der Vorwurf, der Michaelshof hätte eine Tulpen-Monokultur angelegt, kann nur ein Kopfschütteln bei jedem Besucher hervorrufen, der die Vielfalt der Sammatzer Gärten kennt. Noch unverständlicher ist ein Satz der Vertreterin des hiesigen Landschaftspflegeverbandes Heinke Kelm: «Was da in Sammatz läuft, ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe». Angesichts der kleineren und größeren ökologischen Katastrophen, die tatsächlich in der Welt geschehen, eine nicht nachvollziehbare Aussage.

 

  1. ARENA

A Sachlage

    1. 2013 wurde eine im Besitz des Michaelshofes befindliche Kuhweide in eine Gartenanlage mit Wegen, Blumenterrassen, vielfältiger Bepflanzung und einem kleineren Teich umgewandelt. Die ‹Arena› ist ein Paradies für Blumen- und Gartenfreunde, zugleich auch ein Anziehungspunkt für Insekten, Vögel und Amphibien. Auch die Untere Naturschutzbehörde bezeichnet die Arena trotz Einzelkritik als eine «harmonische Anlage» und sprach sich daher bereits 2014 für eine Duldung bis auf Weiteres aus.
    2. Das war nötig, da das Areal zu etwa 1/3 im Dorfgebiet (B-Plan), zu 2/3 im Landschaftsschutzgebiet liegt. 2013 wurde für die neue Gestaltung eine Zulässigkeitserklärung sowie eine Baugenehmigung erteilt.
    3. Ein Teich wurde wie beantragt mit Naturkautschuk-Folie abgedichtet. Er hat zum Ufer überall Flachwasserzonen, die bepflanzt sind. Die Terrassen wurden weitgehend als Trockenmauern errichtet, die Wege sind mit wassergebundener Decke gebaut.

B Zutreffende Kritik

    1. Die Wege wurden mit Randsteinen eingefasst, was nicht den Vorgaben für Wanderwege entspricht. Dies geschah aus der Notwendigkeit, dass auf den meist steilen Hängen ein Wegebau anders nicht möglich war. Auch auf den wenigen Flachstücken wurde ebenso verfahren, um eine Einheitlichkeit der Anlage zu bewahren.
    2. Teilweise wurden vermörtelte Natursteinmauern errichtet, und zwar an Stellen, an denen Trockenmauern dem Erddruck nicht standgehalten hätten. Der weitaus größere Teil wurde allerdings als Trockenmauern angelegt. Trockenmauern, aber ebenso die vermörtelten Natursteinmauern sind ökologisch wertvolle Strukturelemente, die heute von Insekten und Amphibien bewohnt und als ‹Aufwärmstationen› genutzt werden. Sie tragen maßgeblich zur Steigerung der Arten-Diversität des Areals bei und bedeuten eine erhebliche Verbesserung in Bezug auf den früheren Zustand des Areals.
    3. Der Teich wurde ebenfalls mit vermörtelten Natursteinen eingefasst. Auch das wurde zur Sicherung der steilen Uferböschung nötig.
    4. Eine ursprünglich geplante Streuobstwiese wurde nicht angelegt. Der vorhandene Platz hätte hierfür nicht ausgereicht. Bei der Planung wurde von zu geringen Baumabständen ausgegangen. Stattdessen wurde dasselbe Areal mit Sanddornsträuchern bepflanzt.
    5. Es wurden auch nicht-heimische Pflanzen ausgebracht: einerseits aus kallistischen Gesichtspunkten, andererseits, weil auch „nicht-heimische“ Pflanzen wichtige Nahrungsgeber bspw. für die Wildbienenkolonien der benachbarten Magerrasenwiesen sind. Heimische wie nicht heimische Blühpflanzen schützen gleichermaßen den Erhalt der teilweise vom Aussterben bedrohten Insektenarten und tragen beide zur Steigerung der Diversität der Fauna im Sammatzer Tal bei, wie auch ein wissenschaftliches Diversitätsmonitoring belegt.

C Unzutreffende Kritik

    1. Es wurde behauptet, es wären keine heimischen Büsche angepflanzt worden. Dies ist nicht zutreffend. Der Osthang der Arena wurde mit einer größeren Anzahl heimischer Sanddornbüsche bepflanzt. Ebenfalls wurden viele Wildrosen und weitere heimische Sträucher gesetzt.
    2. Gleichfalls wurde unterstellt, dass der Teich durch die Einfassung des Ufers mit vermörtelten Natursteinen keine naturnahe Uferzone hätte. Das ist allerdings falsch: Die Ufer haben Flachwasserzonen, die reich bewachsen sind. Das Ufer geht direkt in naturnah bepflanzte Beete über. Dadurch ist – auch mit vermörtelten Feldsteinen – eine durchaus naturnahe Uferzone entstanden, die von der Fauna schnell als Biotop angenommen wurde und ebenfalls zur Diversität beiträgt.
    3. Es wurde wiederholt der Vorwurf erhoben, die abendliche Beleuchtung der Wege in der Arena schädige die nachtaktive Insektenwelt, insofern wäre die Anlage nicht ökologisch, sondern naturschädigend. Tatsächlich wurden Leuchten verbaut, die speziell ausgewählt wurden, um diesen Insekten nicht zu schaden. Bestandsaufnahmen speziell für Nachtfalterarten belegen dies.

 

  1. HÄUSER UND BAUTEN

A Sachlage

    1. Der Michaelshof errichtet im Wohngebiet Flachsenberg Einfamilienhäuser für Mitarbeiter. Hierfür wurde auf Antrag des Michaelshofs der B-Plan geändert: Aus Rücksichtnahme auf die Nachbarn verzichtete der Michaelshof auf die Möglichkeit, am Flachsenberg auch gewerbliche Betriebe anzusiedeln; ebenso reduzierte er auf Bitten der Nachbarn die Bebauungsdichte. Der Vorwurf, der Michaelshof wäre nicht zu Kompromissen bei der Durchführung seiner baulichren Maßnahmen bereit, ist hier – wie auch an anderen Stellen – nachweislich falsch.
    2. In enger Absprache mit der Baubehörde – und selbstverständlich mit genehmigten Bauanträgen – werden hier insgesamt 8 nachhaltig gebaute Holzhäuser (davon 5 Doppelhäuser) errichtet. Selbstverständlich wurden insbesondere Geschossanzahl und Gebäudehöhe eng mit der zuständigen Behörde abgestimmt.

B Zutreffende Kritik

Keine

C Unzutreffende Kritik

    1. Es wurde behauptet, die Häuser am Flachsenberg wären nicht genehmigte Bauten im Landschaftsschutzgebiet und eine illegale Versickerung ihres Abwassers bewirke eine Versumpfung im Naturschutzgebiet. Beides ist frei erfunden. Die Errichtung der Gebäude ist genehmigt. Seit dem Zeitpunkt des Erstbezugs sind die Häuser an die zentrale Abwasserentsorgung der Gemeinde angeschlossen.
    2. Auch wurde der Vorwurf laut, der Michaelshof hätte bewusst irreführend über die Anzahl der geplanten Häuser informiert. Es wurde lediglich im informellen Nachbarschaftsgespräch der aktuelle Stand der Planungen mitgeteilt. Diese Planungen wurden in der folgenden Zeit anlässlich eines vermehrten Wohnbedarfs erweitert, was insbesondere einen Nachbarn, Wochenendler, in seinem Ruhebedürfnis störte. Verständlich, doch müssen die Interessen derjenigen, die dauerhaft vor Ort wohnen und hier ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen den Vorrang haben. Das ist leider manchmal schwer kommunizierbar.
  1. ABHOLZUNG

A Sachlage

    1. 2016 wurden beim Bau des Waldsees auf dem Gelände der vorherigen Mülldeponie einige schwer geschädigte Bäume gefällt. Das gesamte Gelände – durch Sandabbau, Schuttablagerung und Abfälle zerstört – war in seinem damaligen Zustand illegal. Ein Rückbau wurde bereits 1976 angeordnet, aber nie umgesetzt. Im B-Plan sind, wie erwähnt, 5/6 des Areals als ‹Parkanlage› ausgewiesen. Realiter war dort über 50 Jahre eine Mülldeponie angesiedelt. Bei der Parkgestaltung des Waldsees wurden von uns zahlreiche heimische Bäume und Hecken gepflanzt.
    2. 2019 wurden auf zwei Grundstücken am Flachsenberg die meisten der dort wachsenden Kiefern und Fichten gefällt. Es war Windbruchgefahr in Verzug, zwei Bäume waren bereits umgefallen. Der Vorgang entsprach allen rechtlichen Vorgaben: Das Fällen von Nadelbäumen auf eigenem Grund ist erlaubt; die Vorgaben des B-Planes (Laubbäume mit einer bestimmten Stammdicke müssen erhalten bleiben) wurden eingehalten. Der Bauherr entrichtete die aus Nachhaltigkeitsgründen erforderliche Aufforstungsabgabe.

B Zutreffende Kritik

Keine

C Unzutreffende Kritik

    1. Es wurde wiederholt unterstellt, der Michaelshof hätte beim Fällen von Bäumen am Flachsenberg illegal gehandelt und Natur zerstört. Die gefällten Kiefern und Fichten (sogenannter ‹Spargelwald›) gehörten zu einem Baumbestand, der vor einigen Jahrzehnten rein aus ökonomischen Gründen angelegt wurde. In solchen Wäldern sind kaum Insekten und gar keine Vögel anzutreffen. Durch die Gestaltung mit Laubbäumen, Hecken und Blumen, wie von uns vorgesehen, wird ein weit reichhaltigeres Biotop angelegt.
      Das genannte Fällen der Kiefern und Fichten wurde als «rücksichtsloses Abholzen von Wäldern» bezeichnet. In einer an Politiker verteilten Schrift wird von einer «Rodung riesiger Waldflächen» gesprochen. Der beschriebene Vorgang betraf allerdings genau zwei Bauparzellen (weniger als 1 ha). Er war weder illegal noch schädigte er die Natur. Für die EJZ (Lokalzeitung) jedoch ein Anlass, ausführlich darüber zu berichten.

 

  1. DÖRFLICHE STRUKTUR

A Sachlage

    1. Als die Begründer des Michaelshofes 1985 nach Sammatz kamen, war das Dorf recht unbelebt. Ein Hof in der Dorfmitte war halb verfallen, andere Gebäude in schlechtem Zustand. Es gab zwei konventionell arbeitende Landwirtschaften. Eine davon ist bis heute aktiv. Zum ‹Dorfleben› gehörte ebenso ein Campingplatz mit Dauercampern und dazugehöriger Kneipe, eine Wochenendsiedlung im Wald sowie einige weitere Häuser, unter anderem ein kleines Kinderheim. Unter den wenigen Einwohnern gab es sehr viel Spannungen, die teils über viele Jahre gerichtlich ausgetragen wurden.
    2. Seit damals hat sich unser Landkreis an vielen Orten positiv verändert. In Sammatz war in erster Linie der Michaelshof dafür verantwortlich. Er hat alte Häuser renoviert und modernisiert, neue Häuser errichtet, die Dorfmitte ansehnlich gestaltet und das Wohngebiet am Flachsenberg legalisiert. Dort wird gerade eine kleine Siedlung für nachhaltiges Zusammenleben errichtet.
    3. Mit dem Michaelshof zog die Bio-Landwirtschaft in Sammatz ein. Später wurde ein Arche-Hof gebaut, der mit seinen alten Haustierrassen den Bauernhof wieder zum Erlebnis macht. Ein größerer Teil des Dorfes wurde zum blühenden Landschaftsgarten umgestaltet, der die biologische Diversität merklich erhöht. Die ehemalige Müllkippe ist heute als Waldsee ein wertvolles Biotop. Die Sammatzer Gärten sind mit mehr als 50.000 Besuchern im Jahr ein Modellprojekt für nachhaltigen Tourismus im Landkreis.
    4. Sammatz hat eine soziale Struktur, die in die Zukunft führt. Kinder spielen im Dorf, junge Menschen leben und lernen hier, es wurden mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen. Mit einem gut integrierten Heim für Kinder und Jugendliche wird täglich Inklusion praktiziert. Durch internationales Volunteering ist Sammatz auch ein globales Dorf geworden.

Zusammen genommen hat der Michaelshof das gemacht, was sich viele wünschen: neues Leben in alte Dörfer gebracht. Er hat Sammatz verschönert, verjüngt und zu einem regionalen Wirtschaftsfaktor gemacht. Ein weitgehend nach ökologischen Gesichtspunkten wirtschaftendes, dynamisches Landleben ist entstanden. Dafür ist der Michaelshof heute regional und überregional bekannt.

B Zutreffende Kritik

    1. 2016/17 entwickelte sich der Michaelshof recht zügig zu einem beliebten Ausflugsziel, nur durch Mund-zu-Mundpropaganda, ohne Werbung seinerseits. Die zahlreichen Gäste haben den Dorfcharakter natürlich verändert. Der zeitgleich einsetzende Besuch junger Volunteers aus aller Welt trug auch dazu bei. Wer Sammatz als stilles kleines Dorf ‹für sich› haben wollte, um vor allem seine Ruhe zu haben, konnte mit dieser Entwicklung durchaus unzufrieden sein. Eine individuell nachvollziehbare, aber vom Standpunkt der Allgemeinheit betrachtet eben doch nur persönliche Kritik.
    2. Auch die Infrastruktur musste angepasst werden. Durch die schnelle Entwicklung gab es zunächst Parkplatzprobleme, die bald durch die Bereitstellung einer größeren Parkfläche behoben wurden. Auch die Bereitstellung sanitärer Anlagen wurde nachgebessert. Ebenso wurde das Abwasserproblem durch den Anschluss des Dorfes an die zentrale Abwasserentsorgung Neu Darchau gelöst. Hier entstanden für die Einwohner zeitweise Beeinträchtigungen, insbesondere an Wochenenden.

C Unzutreffende Kritik

Die ‹Bürgerinitiative für Sammatz›, ein Zusammenschluss dreier Dorfbewohner mit Grundeigentümern, die nicht in Sammatz leben, Ferienhausbesitzern sowie einer Jagdpächterin, die die weitere Entwicklung des Michaelshofs aufhalten wollen, hat im November 2020 eine Schrift an Politiker und Presse versandt, die durch ihre Art der Darstellung punktete.
Die Absicht war klar: Politiker und Verwaltung sollten so beeinflusst werden, dass sie gegen eine Änderung des Flächennutzungsplanes in Sammatz entscheiden. Diese Änderung wurde notwendig, um einen Teil des Dorfgebietes als ‹Sondergebiet› auszuweisen, wodurch weitere Projekte des Michaelshofes (wie der Bau eines Hotels) rechtlich eine feste Grundlage erhielten. Die F-Plan-Änderung, so heißt es in der angeführten Schrift, sei «der entscheidende Dominostein», der nicht zugunsten des Michaelshofes «fallen» darf. Die Politik befürwortete bis dahin in großen Teilen die Änderung zugunsten des Michaelshofes, da sie den Nutzen für die Allgemeinheit sah. Um dieses Verhältnis zu beschädigen, wurden in der Schrift verschiedene Mittel der Desinformation eingesetzt.

    1. Dem Michaelshof wird hier bspw. die «fortgesetzte Kolonialisierung» des Dorfes vorgeworfen. Die Idee – der Michaelshof als Unterwerfer und Ausbeuter der ‹eingeborenen›  Sammatzer (zwei Personen derselben Familie) – ist als eine Trivialisierung der Verbrechen der Kolonialzeit anzusehen.
    2. Auch wird behauptet, der Michaelshof hätte im ‹Arena› genannten Gartenbereich «die Reliefstruktur des Tales überformt» und «das gesamte Tal letztlich in seiner Grundform zerstört». Die Reliefstruktur ist gänzlich unangetastet, sie macht ja den Reiz der deshalb so benannten ‹Arena› aus. «Zerstörung der Grundform des Tales» geht noch weiter – man denkt dabei eher an einen Meteoriteneinschlag als an Landschaftsgestaltung.
    3. Ebenso heißt es, das ‹Sammatzer Tal› – das an den Michaelshof angrenzende, in seinem Besitz befindliche Weideland – würde bereits jetzt unter der «Überdüngung» durch die Landwirtschaft am Michaelshof leiden. Es ist schon merkwürdig: Gerade die beiden Köpfe der ‹BI› mit ihrer einschlägigen Vergangenheit in Sachen Ökologie (Monsanto-Mitarbeiter und konventionelle Großbäckerin) prangern die Überdüngung durch einen Bio-Hof an, der Brennnessel-Jauche und Equisetum ausbringt. Düngung mit (biologischem) Kuhmist ist in diesem Landschaftsteil durch die vielen Steilhänge kaum möglich.
    4. Auch wird behauptet, «der Michaelshof plant weitere starke Veränderungen, die den Dorfcharakter weiter zerstören». Das heißt: Der Michaelshof hat den Dorfcharakter bereits teilweise zerstört. Ein Ortsbesuch in Sammatz zeigt, wie es um den Dorfcharakter bestellt ist: Vielleicht beginnt eher eine spannende neue Epoche. Es kämen wohl nicht so viele Besucher, wären wir dabei, das Dorf zu zerstören. Tatsächlich haben wir das Dorfbild, soweit es in unserem Besitz ist, nur liebevoll renoviert. Unsere unwidersprochen schönen Neubauten – Haus der Natur und Gästehaus – liegen von unseren Gärten umgeben weit ab vom Dorfkern.
    5. Der vom Land Niedersachsen geförderte und vom Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue befürwortete Plan des Michaelshofes, ein Hotel für nachhaltigen Tourismus zu bauen, wird von der ‹BI Sammatz› als «Größenwahn» bezeichnet, der «keine Grenzen kennt». Beide oben genannten Förderer sehen das anders: als wertvolle Ergänzung bereits vorhandener Angebote für einen nachhaltigen Tourismus, der interessierten Menschen die Möglichkeit bietet, die herrliche Natur der Elbtalaue kennenzulernen.

Die angeführte Schrift der ‹BI› versucht aus persönlichen Interessen, den Michaelshof als eine Mensch und Natur schädigende Initiative darzustellen. Das widerspricht in allen Punkten den vorliegenden Fakten.